wir nutzen die sonnenenergie: funktionsweise eines direktgewinnhauses  
    das zusammenspiel zwischen sonne, gebäude und verwendeten materialien ermöglicht dem direktgewinnhaus ohne grossen technischen aufwand die reduktion des heizenergiebedarfs auf ein minimum.

 

 
eine kleine geländeterasse an der hauptstrasse gleich beim dorfeingang bildet die ausgangslage für die tgea muntsulej. der platz besticht durch einen freien ausblick über die gesamte talschaft. das gebäude ist als länglicher körper auf der hangterrasse mit blick nach süden platziert. gleich in unmittelbarer nähe liegen parkplätze und ein kinderspielplatz. der architekt der tgea muntsulej ist christian meier, uttwil (tg).

ein solares direktgewinnhaus
die vorzügliche lage bringt neben der aussicht einen weiteren nutzen mit sich: das gebäude wird die täglich anfallenden solaren gewinne direkt in heizenergie umsetzen und dadurch ein konventionelles heizsystem überflüssig machen. die sonnenenergie wird »passiv« genutzt.

die sonne bildet den ausgangspunkt des direktgewinnhauses. sie scheint täglich je nach witterung in unterschiedlicher intensität. bei blauem himmel können strahlungen bis zu 1000w/m2 gemessen werden, an bewölkten tagen liegt sie im bereich von 50w/m2. unter berücksichtigung von sonnenstand (einstrahlwinkel), glaskennwerten (g-werten) und geographischer lage kann der effektiv brauchbare wert herausgeschält werden. dieser beläuft sich in mathon auf etwa 500w/m2.

über die fensterflächen gelangt die strahlung direkt ins gebäudeinnere. alles, was sich an wärme hinter den glasscheiben ansammelt, ist theoretisch als heizenergie verwertbar. wie viel der gewonnenen sonnenenergie wirklich genutzt werden kann, wird anhand der energiebilanz errechnet. die energiebilanz berücksichtigt wärmeverluste über die bauteiloberflächen und fugen, aber auch interne wärmegewinne durch personen und maschinenabwärme. das ergebnis gibt auskunft über die zusätzlich notwendige heizleistung. das resultat ist, dass das restaurant mit einem holzpelletofen bestückt wurde, welcher die benötigte restwärme erzeugt.